01.07.2026

Bildungsurlaub über das Hamburger Kleingartenwesen

Im Juni war es endlich so weit. Nach recht frühzeitiger Planung des VHS-Kurses haben sich 14 Teilnehmende ganze fünf Tage lang mit dem Hamburger Kleingartenwesen beschäftigt.

Vom 08.06.26 – 12.06.26 haben wir uns mit dem Thema „Kleingärten in Hamburg – Ökologische Vielfalt und nachhaltige Perspektive für Hamburgs Städtebau“auseinandergesetzt.

Heute stehen Kleingärten zunehmend im Spannungsfeld zwischen Erhalt und städtischem Wachstum. Wir erkunden, wie Hamburg den Druck der zunehmenden Bebauung mit dem Schutz der Kleingärten in Einklang bringen kann. Gemeinsam diskutieren wir, welche Rolle Kleingärten in einer sich verdichtenden Stadt zukünftig spielen können. Dabei gehen wir unter anderem der Frage nach, wie ihre Nutzung gegenüber dringend benötigtem Wohnraum gerechtfertigt werden kann.

Der Kurs regte dazu an, Kleingärten neu zu denken: als Orte, die Tradition und Innovation verbinden und sowohl private Rückzugsräume als auch gesellschaftliche Verantwortung verkörpern.

Bei vier Exkursionen an drei Tagen lernten wir verschiedene gärtnerische Konzepte sowie die Praxis der Hobbygärtner:innen vor Ort kennen. Wir warfen einen Blick auf die Neuplanung des Stellinger A7-Autobahn-Deckels und auf die Infrastruktur zur Wasser- und Stromversorgung in Eimsbüttel. Durch Gespräche mit den Vorsitzenden und Pächter:innen der Vereine erfuhren wir mehr über die Organisation der Mitglieder sowie über ihre Möglichkeiten und Grenzen. Zudem lernten wir ein alternatives Konzept kennen, bei dem Bürger:innen den Wilhelmsburger Inselpark durch ihr gärtnerisches Engagement vielfältig mitgestalten können. Auch das naturnahe Gärtnern wurde uns nähergebracht. Wir erfuhren durch den NaturGarten e. V., wie mit wenig Geld und Aufwand eine Oase für Mensch und Tier entstehen kann.

Abschließend führten wir drei Diskussionen zum Thema „Kleingärten im Spannungsfeld”. Dabei vertraten jeweils zwei Teilnehmende eine vorgegebene Position, um anschließend in den Diskurs zu treten. Soll der Erhalt der Kleingartenanlagen Vorrang haben oder soll städtisches Wachstum ermöglicht werden? Sind Kleingärten ein privater Rückzugsraum oder tragen sie gesellschaftliche Verantwortung? Soll der Schutz der Artenvielfalt eigenverantwortlich umgesetzt werden oder sind klare Leitlinien erforderlich?